Samaria Schlucht

Die Samaria-Schlucht ist berühmt als längste Schlucht Europas, was mich zu ein paar Kommentaren zur Länge bringt, denn fast kein Reiseführer gibt die korrekte Information.

Die Samaria-Schlucht ist jedenfalls NICHT 18 km lang, diese Zahl bezieht sich auf die Distanz zwischen der Siedlung in Omalos und dem Dorf Agia Roumeli, und auch nicht 16 km lang, dies ist die Entfernung zwischen dem Beginn der Schlucht in Xyloskalo und Agia Roumeli. Sie ist 13 km lang, die Wanderung allerdings ist 16 km lang, beginnt bei einer Höhe von 1250 m und bringt Sie den ganzen Weg hinunter zum Libyschen Meer nach Agia Roumeli.

Die Samaria-Schlucht liegt im Nationalpark Samaria, in den Weißen Bergen Westkretas. Dies bedeutet, dass Sie sich an bestimmte Regeln halten müssen. Die Schlucht ist im allgemeinen nur von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Im Winter wird sie durch Wasser gefährlich und undurchquerbar. An regnerischen Tagen wird sie ebenfalls geschlossen, weil dann Gefahr wegen Steinschlag besteht.

Der Fußweg ist gut gepflegt und wesentlich besser als "normale" Wege auf Kreta. Im verlassenen Dorf Samaria ist auch ein Arzt stationiert. Auf dem Weg gibt es einige gut gepflegte Quellen, so dass nicht viel Wasser mitgeführt werden muss. Alle paar Kilometer finden Sie Toiletten, und viele Abfallkörbe. Die beste Jahreszeit für die Samaria-Schlucht ist der Frühling. Die Temperaturen sind noch kühl und die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

 

Das Terrain:

 

Steine, Steine und noch mehr Steine! Das Terrain ist die meiste Zeit über steinig, aber unterschiedlich. Zu Beginn ist der Pfad "gepflastert" mit unebenen Steinen, dann wieder ähnelt er einem Waldweg mit etwas Erde. Erreichen Sie erst das Flussbett, laufen Sie meistens auf Kieselsteinen, was ermüdend für die Fuss-Sohlen sein kann.

Auch müssen Sie das Flussbett mindestens 12 mal überqueren, manchmal auf kleinen Holzbrücken, aber öfter auf Steinen. Diese sind in strategischen Abständen hingelegt, erfordern aber dennoch etwas Trittsicherheit. Der einzige einfache Weg ist dort, wo Sie den Nationalpark am südlichen Ende verlassen, er ist flach und es gibt keine Steine