Agia Irini Schlucht

Die Schlucht der “Heiligen Irene” befindet sich in der Region Selino, westlich der “weissen  Berge”. Beginn der Schlucht ist der gleichnamige Ort Agia Irini und endet nach 7,5 km oberhalb vom  Küstendorf Sougia. Sie gehört zu den grünsten Schluchten Kretas und gilt bei Kräuterfans als Geheimtipp. Die  Landschaft ist geprägt durch viele Zypressen und tausende Platanen in verschiedenen Formen mit einzigartigen Stämmen, teils verwittert, teils bewaldet. An verschiedenen Stellen vermischen sich die Pinien mit den riesigen Efeupflanzen und bedecken die steilen Felsen wie ein grüner Vorhang. Das Flußbett ist hauptsächlich mit Oleander,Gingster, Myrte,  Sommerflieder und Wacholder bestanden. Je nach Jahreszeit blühen Kamille, Zyklamen, Orchideen und andere endemische Blumen wie der berühmte Diktamos. Die Schlucht wurde hauptsächlich von Jägern und Schäfern durchwandert um dadurch schneller nach Chania und Omalos zu gelangten. Die Einheimischen selbst lebten sogar von den Produkten der  Schlucht. Es gab viele Bienenstöcke für die Produktion von Honig, es wurde auch Kalk gewonnen, an einer kleinen Wassermühle wurde die verarbeitete Wolle zu wasserfester Kleidung für die Hirten hergestellt. Das Harz der Pinien wurde gesammelt und  verkauft, auch die Rinden der Zpressen wurden abgeschält und dienten für Färbereien und Gerbereien. 1973 wurde sie das erste Mal durch den Bergsteinverein Chanias organisiert durchwandert. Seitdem erfreut sich die liebliche Schlucht immer größerer Beliebtheit, so dass seitdem Rastplätze, Wasserquellen und Toiletten eingerichtet wurden. Trotz all dem ist sie, Gott sei Dank, noch nicht dem großen Touristenstrom verfallen.